Hojicha, was ist das? Gerösteter Grüntee und Zubereitung
Hojicha ist grüner Tee aus Japan, dessen Blätter oder Stiele nach dem Dämpfen und Trocknen bei hoher Hitze geröstet werden. Die Röstung färbt den Tee braun, nimmt ihm viel von seiner Bitterkeit und bringt ein röstig-warmes Aroma hervor, das an geröstete Nüsse erinnert und ohne Süße auskommt. In Japan wird Hojicha-Tee meist als Blatt in der Kanne aufgegossen, der Hojicha von MOKU-AN dagegen ist so fein gemahlen, dass Sie ihn wie Matcha aufschlagen, mit 2g, 60ml Wasser bei 80°C und 15 Sek.
Was ist Hojicha und woraus wird er gemacht?

Der Name (ausgesprochen ho-dschi-tscha) bedeutet gerösteter Tee. Als Rohstoff dienen Blätter von Sencha oder Bancha oder die Stiele der Teepflanze, auf Japanisch Kuki. Das Kyotoer Teehaus Fukujuen beschreibt auf der Seite seiner Teewerkstatt in Uji, dass der Tee bei etwa 130°C oder mehr geröstet wird, bis der Röstduft aufsteigt, und danach sofort abkühlen muss.
Oft heißt es, für Hojicha nehme man Blätter von geringer Qualität. Nakamura Tokichi in Uji (seit 1854) sieht das anders. Je besser ein Hojicha, desto leichter ist er geröstet, desto mehr Umami bleibt dezent erhalten, desto mehr Tiefe hat der Duft und desto heller ist der Aufguss. Die braune Farbe stammt von der Röstung und nicht von Oxidation, Hojicha ist also geröstet, nicht fermentiert und kein Schwarztee.
Was ist der Unterschied zwischen Hojicha und Matcha?

Beide kommen von der Teepflanze Camellia sinensis, nur der Weg zur Tasse ist ein anderer.
| Matcha | Hojicha | |
|---|---|---|
| Teeblatt | Tencha, vor der Ernte beschattet | Sencha- oder Bancha-Blätter und Stiele, im Licht gewachsen |
| Verarbeitung | Gedämpft, getrocknet, gemahlen | Gedämpft, getrocknet, geröstet |
| Farbe | Leuchtend grün | Braun |
| Geschmack | Umami und Herbe | Röstaroma, wenig Bitterkeit |
| Form | Immer Pulver | Meist Blatt, bei MOKU-AN Pulver |
| Koffein | Enthält Koffein | Enthält nur sehr wenig Koffein |
| Wassertemperatur | 80°C zum Aufschlagen | Blatt 100°C zum Aufgießen, Pulver 80°C |
Matcha wird aus beschatteten Blättern gemahlen, Hojicha entsteht aus geröstetem Tee, und bei MOKU-AN gibt es beide als Pulver in der Matcha-Kollektion.
Wie schmeckt Hojicha?

Wie bei Matcha ordnen wir den Geschmack in vier Bereiche ein, Röstung, Umami, Aroma und Herbe. Bei Hojicha trägt die Röstung den Geschmack, nicht die Bitterkeit. Ein guter Hojicha duftet geröstet, klingt leicht nach und hat nur einen Hauch von Herbe und Umami.
- Röstung. Sie ist die Hauptsache, am nächsten kommen geröstete Haselnüsse und Toast.
- Umami. Es ist nur leise da, bei gutem Hojicha spürt man es erst, wenn man danach sucht, und zu viel davon macht den Tee schwer.
- Aroma. Der Duft frisch gepflückter Blätter verschwindet beim Rösten. An seine Stelle tritt ein röstig-warmer Duft ohne Süße, nah an Nüssen und dunkler Schokolade. Anders als beim Matcha-Geschmack, den junge Blätter prägen, trägt beim Hojicha die Röstung das Aroma.
- Herbe. Sie ist kaum vorhanden. Durch die hohe Hitze verliert Hojicha viel von Bitterkeit und Herbe und schmeckt klar und leicht.
Wie bereitet man Hojicha zu? Blatt in der Kanne, Pulver in der Schale

Hojicha lässt sich auf zwei Wegen zubereiten, das Blatt kommt in die Kanne, das Pulver in die Schale.
| Zubereitung | Menge | Wasser | Temperatur | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| Blatt in der Kanne | 10g | 240 bis 300ml | 100°C | 30 bis 40 Sek. |
| MOKU-AN, Pulver in der Schale | 2g | 60ml | 80°C | 15 Sek. aufschlagen |
Beim Blatt trinken Sie nur den Aufguss. Damit sich der Röstduft löst, nimmt man für das Blatt sprudelnd heißes Wasser, und Hojicha wird dabei nicht so schnell herb. Beim Pulver trinken Sie das ganze Blatt, der Duft ist schon da. Das Pulver behandeln wir deshalb wie Matcha und schlagen es bei 80°C auf, damit Schaum und Mundgefühl gleich bleiben. Der Ablauf mit Sieben, Wasser und 15 Sek. in M-Form ist derselbe wie beim Aufschlagen von Matcha, und ohne Matcha-Besen kommen Sie mit dem MOKU-AN Matcha Shaker bequem ans Ziel.
Was ist Hojicha-Pulver und warum lässt es sich wie Matcha aufschlagen?

Hojicha-Pulver ist gerösteter grüner Tee, der als ganzes Blatt gemahlen wird. Gerösteter Tee wird sonst aufgegossen und nicht aufgeschlagen, und auch bei den großen Teehäusern in Kyoto und Uji gibt es Hojicha meist als Blatt oder im Teebeutel. Der Familienbetrieb hinter unserem Hojicha, vor über hundert Jahren gegründet und in vierter Generation geführt, hat eine eigene Linie zum Mahlen von Tee gebaut, und erst dadurch lässt sich eine so tiefe Röstung fein genug mahlen, um sie wie Matcha zu trinken. Das Hojicha-Pulver von MOKU-AN ist Premium Grade, Single Origin aus Kagoshima und besteht zu 100% aus geröstetem grünem Tee.
Hojicha heiß, mit Eis oder als Latte?

Das Pulver gelingt heiß, kalt und mit Milch. Die Mengen sind die von MOKU-AN.
| Zubereitung | Menge | So geht es |
|---|---|---|
| Hot | 2g, 60ml, 80°C | 15 Sek. aufschlagen, aus der Schale trinken |
| Iced | 2g, 60ml, 80°C | Genauso aufschlagen, über ein Glas mit Eis gießen |
| Hot Latte 1:1, kräftig | 5g, 150ml, 80°C, dazu 150ml Milch | Milch erwärmt zuerst ins Glas, Hojicha aus der Schale obendrauf |
Auch als Blatt schmeckt Hojicha heiß wie kalt und eignet sich gut für die Trinkflasche unterwegs.
In Deutschland begegnet man Hojicha meist zuerst als Latte im Café, in Japan dagegen wird er als Blatt in der Kanne aufgegossen. Für unseren Latte gilt dieselbe Reihenfolge wie bei Matcha, Milch zuerst ins Glas, Hojicha obendrauf. Wer den Röstgeschmack kräftig mag, nimmt 1:1, also 5g in 150ml Wasser aufgeschlagen auf 150ml Milch. Für den Einstieg eignet sich 1:2, also 5g in 100ml Wasser auf 200ml Milch. Wie kräftig ein Hojicha Latte wird, hängt vor allem vom Verhältnis von Pulver zu Milch ab.
Wann trinkt man Hojicha in Japan?

In Japan ist Hojicha der Tee für jeden Tag. Man hält ihn als Vorrat im Schrank, für den Moment, in dem man nicht weiß, was man trinken soll, und trinkt ihn zum Essen, zu Süßem, zu einem Stück Tafelschokolade und als Tasse am späten Abend, gekühlt auch gegen den Durst.
Für den Alltag hier übersetzt sich das leicht, als Tasse statt des Kaffees am Nachmittag, als Hojicha am Abend nach dem Essen oder zu Kaffee und Kuchen.
FAQ
Hat Hojicha Koffein?
Hojicha enthält nur sehr wenig Koffein, deutlich weniger als Matcha. Für Hojicha werden meist Blätter späterer Ernten und Stiele verwendet, und beim Rösten geht ein Teil des Koffeins verloren. In Japan ist Hojicha auch als Tasse am Abend beliebt.
Ist Hojicha ein Grüntee oder ein Schwarztee?
Hojicha ist Grüntee. Die frischen Blätter werden zuerst gedämpft, das stoppt die Oxidation, dann getrocknet und erst danach geröstet. Die braune Farbe stammt von der Röstung und nicht von einer Fermentation wie beim Schwarztee.
Wie spricht man Hojicha aus?
Auf Deutsch spricht man Hojicha etwa ho-dschi-tscha aus, auf Englisch ho-jee-cha. Hōjicha mit Längenstrich und Houjicha sind andere Schreibweisen für denselben Tee.
Kann man Hojicha-Pulver wie Matcha zubereiten?
Ja, und zwar wie beim Aufschlagen von Matcha. Streichen Sie 2g Pulver durch ein Teesieb in die Schale, gießen Sie 60ml Wasser mit etwa 80°C dazu und schlagen Sie 15 Sek. in M-Form auf. Ohne Matcha-Besen kommen Sie mit dem MOKU-AN Matcha Shaker bequem ans Ziel.
MOKU-AN, Düsseldorf · Aktualisiert am 6. Oktober 2026
